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Die „Wasserspiele" sind das i-Tüpfelchen des neuen „Zweiseenplatzes". Konzipiert worden sind die Wasserkaskaden und der Brunnen von der Nürnberger Werkgemeinschaft „Freiraum". Damit ist der Strandbereich des Igelsbach- und Brombachsees bei Enderndorf so „aufgehübscht" worden, dass er jetzt eine qualitätvolle Architektur darstellt. Auffälligstes Element der Enderndorfer Wasserspiele sind die 150 Meter langen Wasserkaskaden, die vom Ortsende bis zum neuen „Zweiseenplatz" führen. Der Nürnberger Landschaftsarchitekt Franz Hirschmann hat die Vorstellungen des Bauherrn, also des Zweckverbands Brombachsee, so umgesetzt, dass Fachleute und Laien gleichermaßen begeistert sind. Die verschiedenen Betontröge sind terrassenartig parallel der neuen Zubringerstraße und des ebenfalls neuen Geh- und Radwegs angelegt und haben somit eine Raumteilerfunktion. „Wir wollten mit dieser Konzeption den Bezug zum Wasser herstellen", sagt Martin Mehl, der stellvertretende Geschäftsleiter des Zweckverbands Brombachsee, der über die Ausführung durch Bauleiter Rainer Sinke höchst zufrieden ist. 13 Kubikmeter Wasser in einem unterirdischen Vorratsbecken werden tagsüber pausenlos die 150 Meter nach oben gepumpt und gelangen dann über etliche Kaskaden wieder nach unten. Jeder zweite Trog ist 30 Zentimeter tief und lädt somit zu einem „Kneipp-Fußbad" ein. Dazwischen sind ebenso große Betonelemente mit einer gerillten Oberfläche, die aber nur ganz flach überspült wird. Der als Rundell angelegte Brunnen speiht Wasser aus neun Röhren unterschiedlich hoch. Die Anlage ist windgesteuert, das heißt, wenn er zu stark bläst, dann verringert sich die Leistung. Somit entgeht dem Kreislauf kein Tröpfchen Wasser. Bessere Anbindung Mit der Neugestaltung des „Zweiseenplatzes" ist die Anbindung Enderndorfs an den Igelsbachsee und den Brombachsee verbessert worden. Der Weg, der bisher vom Dorf aus in Richtung See an einem Parkplatz geendet hatte, macht jetzt eine scharfe Kurve und führt weiter zum Igelsbachsee-Segelhafen (dort gibt es 160 Parkplätze für Pkw's) und zum großen Parkplatz Enderndorf-West (400 Plätze). Für Busse, die früher oft wegen parkender Fahrzeuge gar nicht mehr wenden konnte, gibt es jetzt am „Zweiseenplatz" vier Stellflächen, zudem solche für Behinderte, für Motorräder und Fahrräder. Weil der Kiosk stets zu klein war, zu wenig Kühlkapazitäten hatte und es zudem keine Toiletten gab, wurde er nach den Plänen des Petersgmünder Architekten Gsänger vergrößert. Von ihm stammt auch die Ursprungsplanung. Die Terrasse wurde komplett erneuert und bietet jetzt Platz für 150 Gäste, im Extremfall kann aber auch für mehrere Hundert Leute bestuhlt werden. Neu entstanden ist ein überdachter Warteplatz für die Personenschifffahrt sowie ein Fahrradverleih, der von „San-aktiv- Tours" betrieben wird. An der Anlegestelle für die Ruderboote gibt es jetzt ein Häuschen, wo sich die Gäste ein Eis kaufen können ohne sich am Kiosk anstellen zu müssen. „Die neuen Bauten sollten von Enderndorf aus nicht den Blick auf den See verstellen", sagt Martin Mehl und begründet damit die Flachdächer. Er äußerte sich gegenüber dem Altmühl-Boten auch zu den Kosten des Projekts. Demnach sind 620000 Euro für die Hochbauten und 850000 Euro für die Tiefbauarbeiten ausgegeben worden. Weil entgegen der ursprünglichen Planung die Wasserspiele und die teilweise Pflasterung dazu gekommen sind, muss der Geschäftsleiter mehr Geld ausgeben als etatisiert war. „Seebühne" kommt erst noch Geld wird auch noch für den zweiten Abschnitt benötigt, die sogenannte Seebühne. „Wir müssen uns erst noch genau durch den Kopf gehen lassen, wie die Nutzung aussehen soll", sagt Mehl und verweist auf die notwendig werdende Verlegung der Schiffsanlegestelle. Geplant ist eine Bühne, die als Plattform in das Wasser hineinragt. Besonders reizvoll: „Die Gäste haben von der kleinen Treppe aus einen sagenhaften Blick auf das BrombachseeSüdufer." Nachdem aber auch noch technische Fragen mit dem Wasserwirtschaftsamt abzuklären sind, kann Mehl heute noch keine exakten Angaben machen, wann das Projekt realisiert wird.
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